LINK | Vor 55 Jahren, im Jahr 1971, wurde im Rahmen der Weltausstellung für Jagd erstmals eine Europameisterschaft der Vierspänner in Ungarn ausgetragen. Das internationale Großereignis, das vom 16. bis 19. September überwiegend in Budapest stattfand, gilt bis heute als Meilenstein in der Entwicklung des modernen Fahrsports.Eine prägende Persönlichkeit im Fahrsport dieser Ära war Prinz Philip, Herzog von Edinburgh.
In seiner Funktion als Präsident der FEI - Fédération Équestre Internationale - war er weit mehr als ein repräsentativer Gastgeber – er war ein Visionär und Pionier des internationalen Fahrsports. Gemeinsam mit seinem langjährigen Stallmeister David Saunders prägte er maßgeblich die Entwicklung, Struktur und Professionalisierung der Disziplin.
Prinz Philip setzte sich früh für klare Regeln, internationale Vergleichbarkeit und die sportliche Weiterentwicklung des Fahrsports ein. Viele Elemente, die heute selbstverständlich erscheinen – die Wertung im Modus der Vielseitigkeit in 3 Teilbewerben, von der Gestaltung der Marathonstrecken bis hin zur sportlichen Bewertung – tragen seine Handschrift. Dass er dabei stets auch selbst aktiv im Sport stand, unterstreicht seine besondere Rolle: In Budapest eröffnete er nicht nur die Europameisterschaft persönlich, sondern nahm auch als Fahrer am Wettbewerb teil.
Am 18. September führte ihn die anspruchsvolle Marathonprüfung von Mátyásföld nach Gödöllő. Ziel war der traditionsreiche Alsópark, wo die 16 Gespanne die Prüfung beendeten – ein Ort, der sich tief in die Geschichte des Fahrsports eingeschrieben hat.
55 Jahre später erinnert die Stadt Gödöllő nun mit einer Gedenktafel im Alsópark, unweit des damaligen Zielbereichs, an diesen historischen Moment. Sie würdigt nicht nur den Besuch eines Mitglieds der britischen Königsfamilie, sondern vor allem das Vermächtnis eines Mannes, der den modernen FEI-Fahrsport entscheidend geprägt hat – und dessen Einfluss bis heute weltweit spürbar ist.




















